Norma Group

NORMA Group erzielt im Geschäftsjahr 2016 leichtes Umsatzwachstum


Maintal, Deutschland, 22. März 2017 – Die NORMA Group, ein internationaler Marktführer für hochentwickelte Verbindungstechnologie, hat im Geschäftsjahr 2016 ein leichtes Umsatzwachstum erzielt. Der Umsatz stieg 2016 um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 894,9 Millionen Euro (2015: 889,6 Millionen Euro). Die Akquisition des Autoline-Geschäfts von Parker Hannifin trug dazu mit 3,5 Millionen Euro bei. Autoline produziert Steckverbinder für Fluidleitungen an Standorten in Frankreich, Mexiko und China. Organisch wuchs das Unternehmen gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent. Währungseffekte wirkten sich mit 0,7 Prozent negativ auf das Umsatzwachstum aus. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (bereinigtes EBITA) nahm gegenüber 2016 um 0,8 Prozent auf 157,5 Millionen Euro zu (2015: 156,3 Millionen Euro). Damit erreichte die NORMA Group eine bereinigte EBITA-Marge auf nachhaltig hohem Niveau von 17,6 Prozent (2015: 17,6 Prozent). Das bereinigte Ergebnis je Aktie auf Basis der ausstehenden Aktien zum 31. Dezember 2016 stieg auf 2,96 Euro (2015: 2,78 Euro).

„Angesichts des schwierigen Marktumfelds sind wir mit dem leichten Umsatzwachstum im Jahr 2016 zufrieden“, sagt Werner Deggim, Vorstandsvorsitzender der NORMA Group. „Dank unserer Diversifizierungsstrategie, der breiten geographischen Präsenz und branchenbezogenen Aufstellung konnten wir die Einbußen auf dem stark eingebrochenen US-Markt für Nutzfahrzeuge und landwirtschaftliche Maschinen teilweise ausgleichen. Auf Diversifizierung bauen wir auch in der Zukunft, für die wir uns auch mit Investitionen in unsere weltweiten Produktions- und Testkapazitäten rüsten.“

Wachstum in EMEA und Asien-Pazifik, leichter Rückgang in Amerika

In der Region EMEA (Europe, Middle East and Africa) setzte die NORMA Group 2016 ihren Wachstumskurs fort und steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 432,0 Millionen Euro (2015: 416,0 Millionen Euro). Das solide Wachstum resultierte insbesondere aus der positiven Entwicklung der europäischen Automobilindustrie. Die NORMA Group investierte auch im vergangenen Jahr in innovative Produktionstechnologien sowie Testkapazitäten, um das künftige Wachstum zu stützen: Mit einer neuen Mehrschichtextrusionsanlage in Frankreich erfüllt das Unternehmen aktuelle und künftige technische Anforderungen der Kunden. Neue Spritzgussmaschinen in Polen und Serbien ermöglichen die lokale Fertigung und verringern die Transportkosten. Moderne Fertigungs- und Montagelinien für Steckverbinder aus Kunststoff und Schlauchschellen aus Metall in Deutschland, Schweden und Tschechien steigern die Produktivität. Darüber hinaus baute die NORMA Group ihre Testlabore in den Werken weiter aus, um umfassende Leistungsprüfungen im eigenen Haus abbilden und gleich hohe Qualitätsstandards wahren zu können.

Der Umsatz in der Region Amerika war 2016 gegenüber 2015 um 3,5 Prozent rückläufig auf 381,6 Millionen Euro (2015: 395,3 Millionen Euro). Dies wurde maßgeblich verursacht durch das schwache US-Geschäft für Nutzfahrzeuge und landwirtschaftliche Maschinen, das auch durch die gute Entwicklung des Wassergeschäfts nicht ausgeglichen werden konnte. Aufgrund der steigenden Nachfrage im Bereich Wassermanagement, hat die NORMA Group Produktionsanlagen modernisiert und unter anderem in den USA neue vollautomatische Spritzgussmaschinen in Betrieb genommen. In Mexiko installierte die NORMA Group zusätzliche Montagelinien für Urea-Leitungen, um der steigenden Nachfrage nach Technologien zur Abgasnachbehandlung (Selective Catalytic Reduction, kurz SCR), nachzukommen, die durch striktere Abgasnormen befördert wird.

Die Region Asien-Pazifik entwickelte sich weiterhin dynamisch und steigerte den Umsatz 2016 gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 3,9 Prozent auf 81,3 Millionen Euro (2015: 78,2 Millionen Euro). Auch in dieser Region spielt die Umsetzung strikterer Abgasnormen wie Euro 6 eine immer wichtigere Rolle. In China investierte die NORMA Group in Extrusionsanlagen zur Herstellung von Urea-Leitungen, die den Kunden aus der Kraftfahrzeugbranche helfen, die strengeren gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

Erhöhung der Dividende auf 0,95 Euro je Aktie vorgeschlagen

Für das Geschäftsjahr 2016 werden der Vorstand und der Aufsichtsrat der NORMA Group eine Dividende von 0,95 Euro je Aktie vorschlagen. Das entspricht einer Erhöhung um 5,6 Prozent oder 0,05 Euro und einem Ausschüttungsbetrag von rund 30,3 Millionen Euro. Die Ausschüttungsquote beträgt damit 32,0 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses im Jahr 2016 in Höhe von 94,6 Millionen Euro.

Eigenkapitalquote leicht gesunken

Das Konzerneigenkapital stieg zum 31. Dezember 2016 um 53,8 Millionen Euro auf 483,6 Millionen Euro (31. Dezember 2015: 429,8 Millionen Euro). Die NORMA Group hat im August 2016 ein drittes Schuldscheindarlehen von 105 Millionen Euro begeben, um ihre Finanzierungsstruktur weiter zu optimieren. Trotz der daraus aufgewendeten Mittel für die Akquisition von Autoline und einer Dividendenzahlung hat sich die Eigenkapitalquote zum Jahresende 2016 nur leicht auf 36,2 Prozent verringert (31. Dezember 2015: 36,8 Prozent). Die Nettoverschuldung einschließlich Sicherungsinstrumenten stieg um 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresende und lag zum Stichtag 31. Dezember 2016 bei 394,2 Millionen Euro (31. Dezember 2015: 360,9 Millionen Euro).

Die Zahl der Beschäftigten der NORMA Group nahm zum 31. Dezember 2016 um 358 zu auf weltweit 6.664 Mitarbeiter einschließlich Leiharbeitnehmern (31. Dezember 2015: 6.306 Mitarbeiter). Der Anstieg resultiert insbesondere aus der Akquisition von Autoline mit mehr als 200 Beschäftigten sowie dem wachstumsbedingten Aufbau von Mitarbeitern in Serbien, Malaysia und Changzhou in China.

Für 2017 leichtes organisches Wachstum erwartet

Für das Jahr 2017 erwartet die NORMA Group eine moderate Belebung der internationalen Konjunktur. Das Wachstum der Weltwirtschaft wird voraussichtlich leicht über dem Niveau des vergangenen Jahres liegen und im Wesentlichen durch die Industrie- und asiatischen Schwellenländer getrieben sein.

Für die Region EMEA rechnet die NORMA Group im Geschäftsjahr 2017 mit einem im Vergleich zum Vorjahr moderaten organischen Wachstum. Dabei erwartet sie positive Effekte zum einen aus einem generellen leichten Wachstum der Automobilindustrie und zum anderen aufgrund von Produktneuanläufen als Folge der landesspezifischen Flottenregelungen für Personenkraftwagen. Für die Region Amerika geht die NORMA Group für 2017 von einem moderaten Wachstum im Vergleich zum Vorjahr aus. Zwar wird der Markt für Nutzfahrzeuge und landwirtschaftliche Maschinen voraussichtlich weiter zurückgehen, jedoch weniger stark als 2016. Zudem rechnet die NORMA Group mit einem soliden Wachstum im Bereich Wassermanagement. Insgesamt wird erwartet, dass die Region Amerika 2017 moderat wächst. Für die Region Asien-Pazifik wird ein organisches Wachstum im hohen einstelligen Bereich erwartet, das unter anderem durch striktere Emissionsvorschriften für Kraftfahrzeuge getrieben wird.

Insgesamt erwartet der Vorstand der NORMA Group, dass der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2017 moderat organisch um rund 1 bis 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen wird. Zusätzlich werden Umsatzerlöse aus den Akquisitionen von Autoline und Lifial in Höhe von rund 45 Millionen Euro erwartet. Es wird eine nachhaltige bereinigte EBITA-Marge auf dem Niveau der Vorjahre von über 17 Prozent angestrebt (2016: 17,6 Prozent; 2015: 17,6 Prozent; 2014: 17,5 Prozent).

NORMA Group SE – Geschäftszahlen 2016

Der Geschäftsbericht 2016 und weitere Informationen können auf www.normagroup.com/Finanzberichte abgerufen werden.